Das gesamte Spektrum der modernen Herz-Kreislaufmedizin

Durch die räumliche Nähe von Kardiologie und Angiologie, Herz-Thoraxchirurgie und Gefäßchirurgie gewährleisten wir als Westdeutsches Herz- und Gefäßzentrum eine optimale Versorgung unserer Patienten – mit kurzen Wegen und ideal aufeinander abgestimmten Arbeitsabläufen. Dabei teilt sich unsere Klinik in unterschiedliche Bereiche auf, welche auf die Behandlung von ambulanten und stationären Patienten sowie von Notfällen eingerichtet sind.

Allgemeine- und Akutkardiologie

Der Schwerpunkt der Allgemeinen- und Akutkardiologie liegt auf der Versorgung von Patienten mit einer koronaren Herzerkrankung. Dies beinhaltet die Behandlung von akuten Koronarsyndromen wie auch die stabile KHK. Ein Schwerpunkt bildet hierbei die interventionelle Versorgung komplexer koronarer Mehrgefäßerkrankungen unter Einsatz von Unterstützungssystemen. Weitere Bereiche der Allgemeinen und Akutkardiologie sind die kardiopulmonale Funktionsdiagnostik einschließlich Echokardiographie und kardialer Bildgebung sowie der Bereich der onkologischen Kardiologie.

Bereichsleiter: Univ.-Prof. Dr. med. Matthias Totzeck

Vitalparameter auf einem Überwachungsmonitor.

Koronarvaskuläre und strukturelle Herzerkrankungen

Im letzten Jahrzehnt wurden neue Verfahren zur minimalinvasiven, katheterbasierten Therapie von Herzklappenerkrankungen entwickelt, welche die bisherigen Behandlungskonzepte bei Patienten mit diesen Erkrankungen grundlegend verändert haben. Ehemals ausschließlich chirurgisch behandelbare strukturelle Erkrankungen des Herzens sind inzwischen sehr gut mit katheterbasierten Techniken behandelbar. Besonders etabliert haben sich die Therapie der Aortenklappenstenose und der Mitralklappeninsuffizienz. Aber auch weitere Behandlungsverfahren gehören zu unserer Expertise.

Bereichsleiter: Prof. Dr. med. Alexander Jánosi, MHBA

Rhythmologie

Der Bereich der Rhythmologie beschäftigt sich mit der medikamentösen und interventionellen Therapie von Herzrhythmusstörungen. Modernste apparative Voraussetzungen einschließlich eines hochmodernen 3D-Mapping-Systems ermöglichen hier eine State-of-the-Art-Versorgung unserer Patienten. Als Device-Therapien bieten wir die Implantation von SM-, ICD- und CRT-Aggregaten, aber auch von Event-Recordern. Abgerundet wird das Angebot des Bereichs für Rhythmologie durch eine Rhythmussprechstunde, welche ambulanten Patienten zur Verfügung steht.

Bereichsleiter: Univ.-Prof. Dr. med. Reza Wakili

Kardiale Device-Therapie

Die sogenannte Device-Therapie umfasst sowohl die Herzschrittmacher-Therapie zur Behandlung langsamer Herzrhythmusstörungen als auch die implantierbaren Defibrillatoren (ICD) zur Therapie bei malignen Herzrhythmusstörungen, die ansonsten unbehandelt zum Tode führen könnten. Neben der Primärimplantation gängiger Implantate, werden auch routinemäßig subkutane ICD`s, leadless Pacer, aber vor allem Extraktions- und Revisionseingriffe an unserem Standort durchgeführt.

Bereichsleiter: Dr. med. Muhammed Kurt

Diagnostische und interventionelle Angiologie

In der Angiologie behandeln wir Patienten mit Erkrankungen der peripheren und zentralen Gefäße. Das Behandlungsspektrum umfasst dabei neben diagnostischen und medikamentös-konservativen Verfahren schwerpunktmäßig die kathetergestützten Eingriffe bei Erkrankungen der Arterien. Des Weiteren steht uns das gesamte Spektrum der nicht-invasiven angiologischen Diagnostik zur Verfügung. Weitere Schwerpunkte bilden unsere Einheiten zur speziellen Wundversorgung und eine ausgewiesene lipidologische Expertise bei Patienten mit Fettstoffwechselstörungen.  

Bereichsleiter: Prof. Dr. med. Christos Rammos, MHBA

Zwei Kardiologen im OP vor einem großen Untersuchungsmonitor.

Herzinsuffizienz

Der Bereich der Herzinsuffizienz deckt das gesamte Spektrum der akuten und chronischen Herzinsuffizienz sowie der internistischen Intensivmedizin ab. Dies erstreckt sich von der konservativen ambulanten Therapie über die Betreuung von Patienten mit dauerhaften Herzunterstützungssystemen (LVAD/BerlinHeart), Telemonitoring und Patienten vor und nach Herztransplantation, bis hin zur Maximalversorgung des kardiogenen Schocks und der kardiopulbmonalen Reanimation mit mechanischen Herz-Lungen Unterstützungsverfahren (MCS/eCPR). Darüber hinaus werde alle Formen von Erkrankungen der atrio-ventrikulären Herzklappen durch diesen Schwerpunktbereich abgedeckt.

Bereichsleiterin: Univ.-Prof. Dr. med. Peter Lüdike

Clinical Research and Innovations

Bei der Planung, Beantragung, Durchführung und Auswertung von klinischer Wissenschaft sind einige Hürden und Stolperfallen zu überwinden. Hierbei unterstützt dieser Bereich als Academic Research Organization.

Über „Clinical Research and Innovations“ werden klinische Studien abgewickelt und große Datenbanken und Register betreut. Ziel ist es, diagnostische und therapeutische Pfade der kardiovaskulären Medizin zu evaluieren und anhand innovativer Konzepte und Methoden zu verbessern. Die Cardiac Trial Unit (C.T.U.) und das Cardiovascular Imaging Laboratory sind Kern-Bestandteile des Bereichs.

Bereichsleiter: Univ.-Prof. Dr. med. Amir A. Mahabadi

Das Herz- und Gefäßzentrum der UK Essen.

Kardiovaskuläre Notfall- und Intensivmedizin

Der Bereich der Kardiovaskuläre Notfall- und Intensivmedizin deckt das gesamte Spektrum der Behandlung kardiovaskulärer Notfallpatienten ab. Dies beinhaltet die Behandlung in der Chest-Pain-Unit bis hin zur Behandlung kritisch kranker Patienten auf der Intermediate Care/ Intensivstation.  Um sowohl kardiovaskuläre Notfallpatienten als auch Patienten nach komplexen Eingriffen sicher zu versorgen, bedarf es einer spezialisierten kardiovaskulären Notfall- und Intensivmedizin mit entsprechend große praktischer und klinischer Erfahrung.

Bereichsleiter: Priv.-Doz. Dr. med. Fadi Al-Rashid