Team

PD Dr. med.
Fadi Al-Rashid

Dr. med.
Tobias Müller

Der Klinikbereich

Die kardiovaskuläre Intensiv- und Notfallmedizin ist eine Teildisziplin der Kardiologie, die sich kontinuierlich weiterentwickelt hat und einen elementaren Bestandteil der Versorgung kardiovaskulärer Intensiv- und Notfallpatienten darstellt. Die verbesserte Prognose der kardiovaskulären Patienten führt zu einer zu einer Zunahme von älteren Patienten sowie Patienten mit komplexen Begleiterkrankungen, wie z. B. Niereninsuffizienz oder Tumorerkrankungen oder auch solchen, die unter Immunsuppression stehen und so ein erhöhtes

Komplikationsrisiko haben. Um sowohl kardiovaskuläre Notfallpatienten als auch Patienten nach komplexen Eingriffen sicher zu versorgen, bedarf es daher einer spezialisierten kardiovaskulären Notfall- und Intensivmedizin. Außerdem stellen neue kardiologische Verfahren, wie z. B. die kathetergestützte Klappentherapie, Herausforderungen an Diagnostik und Therapie, welche spezielle kardiologische Expertise auf Intensivstationen und in Notfalleinheiten erfordern.

Die kritisch Kranken, die durch Kardiologen entweder bereits vorher behandelt wurden oder von anderen Abteilungen wegen akuter kardiovaskulärer Erkrankungen aufgenommen werden, erfordern hoch spezialisierte medizinische Leistungen, welche eine entsprechend große praktische und klinische Erfahrung erfordern. Daneben ist eine spezifische theoretische und praktische Expertise, aber auch Wissen über die kardiovaskuläre Pathophysiologie notwendig. Moderne Akutmedizin erfordert aber auch Wissen aus anderen internistischen Bereichen/Fächern (z. B. Nierenersatzverfahren, Beatmungs-, Ernährungs-, Antibiotikatherapie). Auch bei der Akutversorgung von kardiovaskulären Patienten in der Notaufnahme und CPU ist kardiovaskuläre Kompetenz gefragt. Die rasche zeitgerechte Versorgung akuter kardiovaskulärer Erkrankungen kann dabei zur Senkung der Mortalität entscheidend beitragen.

Notaufnahme – Chest-Pain-Unit

Unter dem Begriff der „Chest Pain Unit“ (CPU) wird eine Spezialeinheit innerhalb des Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrums zusammengefasst. Dabei handelt sich um eine spezialiserte Notaufnahmeeinheit mit einem Schockraum, Untersuchungskabinen und Überwachungsplätzen, die speziell für die Abklärung bei kardiologischen Notfallpatienten mit Verdacht auf Herzinfarkt sowie anderer kardiovaskulärer Notfälle eingerichtet worden ist.

Durch standardisierte diagnostische Abläufe wird mit minimaler zeitlicher Verzögerung überprüft, ob eine Herzerkrankung ursächlich für die Brustschmerzen ist. Ziel ist es, Patienten mit einem akuten Koronarsyndrom (Herzinfarkt, Angina pectoris) schnell zu identifizieren und einer raschen und adäquaten Behandlung zuzuführen.

Intensivmedizin

Unser 20 Betten umfassende Intensiv- und Überwachungsbereich ermöglicht die Versorgung der am schwersten erkrankten Patienten und Patientinnen nach modernsten, internationalen medizinischen Standards auf höchstem Niveau. Auf zwei Stationen verteilt führen wir auf unserer Intermediate Care Station (Med-IMC II) acht Betten und auf unsere Intensivstation (Med-INT II) zwölf voneinander getrennte Beatmungsplätze.

Ein erfahrenes, breit ausgebildetes und motiviertes Team aus (Fach-) Pflegekräften, (Fach-) Ärzten und Intensivmedizinern steht rund um die Uhr vor Ort zur unmittelbaren Versorgung bereit. Die Einbindung aller Teammitglieder in die Entscheidungsprozesse und das Augenmerk auf die stetige Weiterentwicklung spiegelt sich unter anderem in einem zuletzt erworbenen Preis der Weiterbildung in der Pflege wieder.

Das Leistungsspektrum beinhaltete die Therapie aller Schockformen, des Lungenödems, schwerwiegender Herzrhythmusstörungen, Intoxikationen, Stoffwechselentgleisungen, gastroenterologischer Notfälle, die Indikationsstellung zu notfallmäßigen chirurgischen Eingriffen, die frühe postoperative Überwachung nach chirurgischen Eingriffen, die Behandlung von Herzinfarkten und Lungenembolien einschließlich der fibrinolytischen Therapie sowie die Therapie schwerer Infektionskrankheiten und septischer Zustände. Es werden alle Verfahren der intensivmedizinische Notfalldiagnostik (klinische Untersuchung, EKG, Röntgen, farbkodierte Doppler-/Duplexsonographie der Gefäße, abdominelle Sonographie, transthorakale und transösophageale Echokardiographie, flexible Bronchoskopie bei intubierten und nicht intubierten Patienten), der bildgebenden Verfahren bei notfallmäßigen und elektiven Punktionen (v.a. Pleura, Aszites, Perikard, Gefäße) angeboten.

Herzkatheterlabor

Unsere Klinik verfügt über mehrere modern ausgestattete Herzkatheterlabore, in dem jährlich über 5000 Eingriffe vorgenommen werden.
Im Herzkatheterlabor werden Untersuchungen und Behandlungen am Herz-Kreislaufsystem durchgeführt. Der Vorteil dieser Untersuchungsmethode ist, dass sofort eine Therapiemaßnahme eingeleitet werden kann. So kann beim Entdecken einer Arterienverengung sofort eine Gefäßstütze (»Stent«) gesetzt werden. Somit sind Diagnose und Therapie in einem Arbeitsgang möglich.
Des Weiteren steht die Akutversorgung und Behandlung des Herzinfarktes sowie kardial bedingten Schockzuständen im Mittelpunkt der Arbeit.