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So finden Sie uns!

Das Westdeutsche Herz- und Gefäßzentrum Essen mit der Klinik für Kardiologie und Angiologie befindet sich auf dem Gelände des Universitätsklinikums Essen. Sollten Sie die Routenplanung selbst vornehmen wollen, dann schauen Sie unsere Wegbeschreibung oder benutzen Sie bitte folgende Postadresse:

Hufelandstr. 55 | 45122 Essen

Bleiben sie mit uns in Kontakt

Fax: +49 (201) 723 - 5480
Lageplan des Klinikums

Standort

Interventioneller Verschluss von Vorhofseptumdefekten

Was ist ein PFO und wann muss ich es verschließen?

Das Foramen ovale ist ein Verbindungstunnel vom rechten und linken Herzvorhof, das von Natur aus zunächst einmal beim Fötus im Mutterleib angelegt ist. Es dient der Umgehung des Lungenkreislaufes. Nach der Geburt verschließt sich das Foramen ovale meist. Manchmal aber bleibt es aber auch offen. Dann heißt es persistierendes Foramen ovale (PFO).
Das ist einer der häufigsten „Herzfehler“ und kommt bei ca. 25% aller Menschen vor. Wichtig ist, dass dies normalerweise keinen Krankheitswert hat. Beim Husten oder beim Pressen kann sich die Flussrichtung durch das PFO kurzzeitig umkehren. Das ist normalerweise kein Problem, aber wenn im venösen Kreislaufsystem (z.B. in den Beinvenen) kleine Blutgerinnsel vorhanden sind und diese sich lösen, kann dieses kurze Umkehren der Flussrichtung im PFO dazu führen, dass man einen Schlaganfall erleidet.

Terminvereinbarung

Mo. – Fr. von 8.00 – 16.00 Uhr
Tel.: +49 (201) 723 4850
Fax: +49 (201) 723 6737
E-Mail: herzkatheter(at)uk-essen.de
24h-Hotline: +49 (201) 723 83896
Spezialambulanz

Findet sich für einen Schlaganfall keine andere Ursache kann man mittels einer transösophagealen Echokardiografie mit Kontrastmittel festgestellt werden, ob ein PFO vorliegt. In solchen Fällen empfehlen wir einen interventionellen Verschluss des PFO mittels eines kleinen „Schirmchens“ Via Herzkatheter. Diese Technik ist inzwischen ausgereift und kann mit geringem Risiko angewendet werden.
Ein Vorhofseptumdefekt, abgekürzt ASD, liegt vor, wenn die Trennwand zwischen dem linken und dem rechten Vorhof des Herzens ein Loch hat. Die Folge ist, dass Blut über diesen „Nebenschluss“ (englisch: Shunt) fließen kann, was bei einem gesunden Herzen nicht möglich ist.

Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung in beiden Leisten. Der Patient verspürt keine Schmerzen. Der interventionelle Verschluss wird durch ein sog. „Schirmchen“ gewährleistet. Dieses Verschlusssystem wird via einen Katheter über die Leiste in das Herz in den zu verschließenden Defekt vorgebracht und entfaltet. Dies wird bei uns unter Röntgen- sowie Ultraschall-Kontrolle durchgeführt. In einigen Fällen kann eine Kontrolle mittels transösophagealer Echokardiographie notwendig sein.

PFO-Schirmchen
PFO-Schirmchen

Was geschieht nach dem PFO-Eingriff?

Nach erfolgtem Eingriff kann der Patient in der Regel nach kurzer Nachbehandlungszeit von 1-2 Tagen nach Leistenkontrolle und Durchführung einer transthorakalen Echokardiographie wieder entlassen werden. Bis zur ambulanten Nachkontrolle empfehlen wir eine duale Plättchenaggregationshemmung mittels ASS 100mg und Clopidogrel 75mg täglich für mind. 6 Monate sowie eine Endokarditisprophylaxe für diesen Zeitraum im Fall von Zahneingriffen. Unsere Patienten erhalten vor Entlassung einen Endokarditisausweis sowie einen Implantatausweis für das Schirmchen.
Wir empfehlen im Intervall von 6 Monaten eine ambulante Kontroll-Untersuchung mittels einer transoesophagealen Echokardiographie (TEE), um die korrekte Lage des „Schirmchens“ zu kontrollieren. Ist dies der Fall, so kann in der Regel die blut-verdünnende Therapie abgesetzt werden, sofern nicht noch eine andere Indikation hierfür besteht. Wir bieten diese ambulante Kontrolle im Rahmen unserer EMAH-Spezialambulanz an, wo Sie ein Team aus Erwachsenen- und Kinderkardiologen begrüßt.

Wer ist das PFO-Team der Klinik für Kardiologie?

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