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So finden Sie uns!

Das Westdeutsche Herz- und Gefäßzentrum Essen mit der Klinik für Kardiologie und Angiologie befindet sich auf dem Gelände des Universitätsklinikums Essen. Sollten Sie die Routenplanung selbst vornehmen wollen, dann schauen Sie unsere Wegbeschreibung oder benutzen Sie bitte folgende Postadresse:

Hufelandstr. 55 | 45122 Essen

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Fax: +49 (201) 723 - 5480
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Standort

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Universitätsklinikum Essen

Mitralklappen-Clipping bei hochgradiger Mitralklappeninsuffizienz

Was ist eine Mitralklappeninsuffizienz, und wie wird sie behandelt?

Die Mitralklappeninsuffizienz – also die Undichtigkeit der Mitralklappe – ist der zweithäufigste operationsbedürftige Herzklappenfehler. Fast 10% aller über 75 Jahre alten Patienten müssen aufgrund einer symptomatischen Mitralklappeninsuffizienz behandelt werden, welche sich durch Luftnot und eine eingeschränkte Belastbarkeit äußert. Jeder zweite Patient entwickelt nach einem stattgehabten Myokardinfarkt eine Mitralklappeninsuffizienz und bei jedem zehnten Patienten kommt es zu schweren Verläufen mit deutlich eingeschränkter Lebensqualität und Lebenserwartung. Die Mitralklappeninsuffizienz wird mittels Rekonstruktion oder Ersatz der Mitralklappe behandelt.

Terminvereinbarung

Mi. von 09.00 – 16.00 Uhr
Tel.: +49 (201) 723 4865
Fax: +49 (201) 723 6737
E-Mail: kardio-cm(at)uk-essen.de
24h-Hotline: +49 (201) 723 83893
Spezialambulanz

Gerade bei Patienten in höherem Lebensalter und mit Begleiterkrankungen stellt die herkömmliche, chirurgisch-operative Therapie mit Eröffnung des Brustkorbs, Herzstillstand und Einsatz der Herz-Lungen-Maschine allerdings ein hohes Risiko dar.

Was ist die Alternative zur Mitralklappenoperation?

Da viele Patienten für eine heilende Operation am Herzen zu krank und häufig zu alt sind, wurden interventionelle Therapieverfahren entwickelt, welche am Westdeut-schen Herz-und Gefäßzentrum maßgeblich mit etabliert worden sind und mit großer Routine durchgeführt werden.
Mittlerweile ist der MitraClip die Methode der Wahl zur Behandlung inoperabler Patienten mit symptomatischer, hochgradiger Mitralklappeninsuffizienz und eine breit akzeptierte Therapieoption für Patienten mit hohem Risiko für eine Herz-OP mit Eröffnung des Brustkorbes unter Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine.

MitraClip

Welcher Patient ist geeignet?

MitraClip ist für inoperable Patienten mit symptomatischer Mitralklappeninsuffizienz geeignet

Welche Voruntersuchungen sind nötig?

Die Voruntersuchungen werden unter Einbeziehung von Vorbefunden von Ihren behandelnden Ärzten und Krankenhäusern über unsere Mitralklappen-Sprechstunde und das kardiologische Case-Management koordiniert und in der Regel stationär durchgeführt (siehe Schema unten). Zur optimalen Therapieplanung werden die Patienten zur Diagnostik stationär aufgenommen und die notwendigen Untersuchungen (Herzkatheter, Lungenfunktion, Schluckechokardiographie, Transthorakale Echokardiographie, Belastungs-EKG) innerhalb von einigen Tagen durchgeführt.

Wie erfolgt die individualisierte Therapieplanung?

In einer speziellen Besprechung mit den verantwortlichen Teammitgliedern der Klinik für Kardiologie wird anhand der vorliegenden Befunde ein „maßgeschneider-tes“ Therapiekonzept für jeden Patienten entwickelt. Die Auswertung der bildge-benden Verfahren erfolgt dabei direkt durch die Implanteure des MitraClip-Teams unter Zuhilfenahme modernster Bildanalyse-Software. Dabei werden nicht nur die generelle technische Machbarkeit der Verfahren geprüft, sondern auch spezifische Maßnahmen für den individuellen Fall festgelegt.
In einem Team aus Kardiologen und Herzchirurgen werden nach den umfangreichen Voruntersuchungen alle Befunde eines Patienten im Team diskutiert, und die Ent-scheidung gefällt, ob der Patient für einen chirurgischen Eingriff geeignet ist oder durch ein interventionelles Verfahren behandelt werden kann.
Alle Nebenerkrankungen des Patienten, seine soziale Situation wie auch der individuelle Patientenwunsch werden berücksichtigt, um eine individuelle Entscheidung zu gewährleisten, die jedem einzelnen Patienten gerecht wird.

Individualisierte MitraClip Therapieplanung
Individualisierte MitraClip Therapieplanung

Wie erfolgt der Eingriff?

Darstellung des geschlossenen und an der Mitralklappe implantiereten Clips (Auschnitt)

Darstellung des geschlossenen und an der Mitralklappe implantiereten Clips (Auschnitt)

Bei dem Verfahren des interventionellen Mitralklappen-Clippings wird über eine Leistenvene ein spezielles Kathetersystem bis in den rechten Vorhof eingeführt. Der Zugang zum linken Herzen erfolgt durch eine Punktion der Vorhofscheidewand (transseptale Punktion), welche nach dem Eingriff nicht verschlossen werden muss und für den Patienten keinerlei Folgen hat. Der MitraClip® wird mit Hilfe des Steuerungskatheters so an der Mitralklappe platziert, dass beide Klappensegel mit dem Clip erfasst und mittig verbunden werden. Hierdurch gelingt es, die Durchtrittsstelle, durch welche das Blut in den Herzvorhof zurückfließt, zu verkleinern oder sogar ganz zu beseitigen.
Nach Überprüfung der Position und Funktion wird der MitraClip® gelöst und das Kathetersystem entfernt. Der Eingriff wird am Westdeutschen Herz-und Gefäßzentrum nur noch selten unter Vollnarkose durchgeführt. Ein Team aus erfahrenen Intensivmedizinern und Kardiologen mit spezieller Weiterbildung in der Anästhesie ermöglichen es, dass die MitraClip® Prozedur im Herzkatheterlabor in einer schonenden Kurznarkose durchgeführt wird, wie sie beispielsweise auch bei einer Darmspiegelung Anwendung findet. Der Patient ist nach der Implantation sofort wieder wach und kann sich am Folgetag bereits wieder normal auf Station bewegen, wo er durch Physiotherapeuten unterstützt wird.

Wie erfolgt die stationäre Weiterbetreuung nach dem Eingriff?

Die Patienten werden nach dem MitraClip Eingriff für 24 Stunden auf unserer Intensivstation (INTK) überwacht und anschließend auf eine unserer kardiologischen Stationen verlegt und bis zur Entlassung weiter betreut. Neben einer frühen Mobilisierung durch unsere Physiotherapeuten erfolgt eine telemetrische Überwachung des Herzrhythmus; zudem werden Kontrollen der Laborparameter und eine Ultraschallkontrolle der Herzklappen durchgeführt. Generell wird von uns auch eine Anschlussheilbehandlung angeboten und diese bei Zustimmung des Patienten durch unseren Sozialdienst angemeldet. Die Patienten können in der Regel bereits nach wenigen Tagen aus der Klinik entlassen werden, da sie – anders als nach einer großen Herzoperation – sehr schnell wieder erholt sind.

Erfolgt eine ambulante Nachsorge?

Nach 3 Monaten sollte eine ambulante Kontrolle in unserer Mitralklappen-Sprechstunde durchgeführt werden. Im Rahmen dieser Kontrolle erfolgt neben einer klinischen und laborchemischen Untersuchung ein transthorakaler Ultraschall des Herzens (Echokardiographie) zur Überprüfung der Funktion des Klappenersatzes. Sollten sich hier Auffälligkeiten zeigen oder eine Optimierung der medikamentösen Therapie ratsam sein, erfolgt diesbezüglich eine enge Rücksprache mit Ihrem Hausarzt.

Wer ist das Mitralklappen-Team der Klinik für Kardiologie?

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