skip to Main Content

So finden Sie uns!

Das Westdeutsche Herz- und Gefäßzentrum Essen mit der Klinik für Kardiologie und Angiologie befindet sich auf dem Gelände des Universitätsklinikums Essen. Sollten Sie die Routenplanung selbst vornehmen wollen, dann schauen Sie unsere Wegbeschreibung oder benutzen Sie bitte folgende Postadresse:

Hufelandstr. 55 | 45122 Essen

Bleiben sie mit uns in Kontakt

Fax: +49 (201) 723 - 5480
Lageplan des Klinikums

Standort

Verschluss des linken Herzohres

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung

Vorhofflimmern führt dazu, dass das Blut in bestimmten Bereichen des Herzens sehr langsam fließt und somit gerinnen kann. Circa 30% aller Schlaganfälle entstehen durch die Verschleppung von Blutgerinnseln (Thromben) aus dem Herzen.
Das linke Vorhofohr (LAA) ist eine Muskeltasche, die mit dem linken Vorhof des Herzens verbunden ist. Das LAA ist ein normaler Bestandteil der Anatomie des Herzens und verursacht in der Normalbevölkerung keine Probleme. Die Tasche stellt jedoch eine Hauptquelle für die Bildung von Blutgerinnseln (Thromben) bei Patienten mit Vorhofflimmern dar.

Terminvereinbarung

Mo. – Fr. von 8.00 – 16.00 Uhr
Tel.: +49 (201) 723 4850
Fax: +49 (201) 723 6737
E-Mail: herzkatheter(at)uk-essen.de
24h-Hotline: +49 (201) 723 83896
Spezialambulanz

Es gibt eine Reihe von Behandlungsmethoden, um das Schlaganfallrisiko bei Patienten mit Vorhofflimmern zu reduzieren, nicht alle Optionen sind für jeden Patienten geeignet:

  • eine effektive Blutverdünnung (sog. Antikoagulation) durch regelmäßige Medika-menteneinnahme (z.B. mit Phenprocoumon, Rivaroxaban, Apixaban oder Dabigatran).
  • eine Operation am offenen Herzen zur Entfernung des LAA.
  • interventionelle Verfahren zum Verschluss des LAA.
  • darüber hinaus gibt es Optionen zur Behandlung des Vorhofflimmerns.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Methode am besten für Sie geeignet ist.

Eine Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten bringt ein erhöhtes Blutungsrisiko mit sich. Das Risiko einer schweren Blutung unter der Einnahme der oben genannten Medikamente liegt zwischen 1,4 und 3,4% pro Jahr abhängig von den individuellen Risikofaktoren. Der Vorteil des Schutzes vor dem Schlaganfall übertrifft das Blutungsrisiko jedoch in der Regel.
Dennoch gibt es Patienten, bei denen man aufgrund bereits stattgehabter Blutungen, einer erhöhten Blutungsneigung oder einer Unverträglichkeit gegen eine der oben genannten Substanzen auf die Antikoagulation verzichten muss. Bislang mussten diese Patienten mit einem relevant erhöhten Schlaganfallrisiko leben.

Was geschieht bei dem Eingriff?

Da der Eingriff nur minimal-invasiv ist, sollte auch die weitere Genesung schnell und komplikationslos verlaufen. Viele Patienten werden innerhalb von 24-48h nach dem Eingriff aus dem Krankenhaus entlassen. Wir empfehlen 10 bis 14 Tage nach dem Eingriff keine körperliche Belastung. Da mit dem Implantat ein Fremdkörper in Ihr Herz eingesetzt wurde und es erfahrungsgemäß einige Zeit dauert, bis das Implantat von Herzinnenhaut überzogen wird, empfehlen wir für die Dauer von max. 3 Monaten bei Bedarf eine sog. Endokarditisprophylaxe. Dies bedeutet, wenn spezielle Eingriffe wie beispielsweise ein Zahneingriff vorgenommen werden, dass Sie Ihr Herz mittels einer einmaligen Einnahme eines Antibiotikums vor einer Infektion durch Bakterien schützen.
 Nach 3 Monaten empfehlen wir eine ambulante Verlaufskontrolle in unserer LAA-Spezialambulanz inkl. eines Schluckechos, um den Sitz und den Einwachsprozess zu überprüfen. Sollte hier alles wie gewünscht in Ordnung sein, so können die blutverdünnenden Medikamente abgesetzt werden.

Sind Auswirkungen auf meinen Alltag durch das Implantat zu befürchten?

  • Sie werden das Implantat nicht spüren.
  • Reisen sind problemlos möglich.
  • Auch wenn sich die meisten medizinischen Geräte nicht auf Ihr Implantat auswirken, ist es besser, dem Krankenhauspersonal mitzuteilen, dass Sie ein Implantat tragen, bevor Sie Sich einer MRT-Untersuchung unterziehen.

Bei Verwendung von 3-Tesla-MRT-Geräten sind keine Risiken bekannt.

In einer großen Studie konnte gezeigt werden, dass ein Vorhofohrverschluss-System Schlaganfälle genauso gut verhindert kann wie die medikamentöse Blutverdünnung. Dieser Eingriff wird somit bisher insbesondere für Patienten mit Vorhofflimmern und hohem Schlaganfall-Risiko, für die aufgrund einer erhöhten Blutungsgefahr oder bereits stattgehabter Blutung eine Blutverdünnungstherapie zu riskant ist, als gute Therapie-Alternative empfohlen.

Wer sollte kein Implantat erhalten?

  • Patienten mit einem Blutgerinnsel im Herzen
  • Patienten mit einer Infektion

Die Platzierung des Implantats wäre mit anderen Strukturen in Ihrem Herzen oder seinen Gefäßen unvereinbar

Was geschieht nach dem Eingriff?

Da der Eingriff nur minimal-invasiv ist, sollte auch die weitere Genesung schnell und komplikationslos verlaufen. Viele Patienten werden innerhalb von 24-48h nach dem Eingriff aus dem Krankenhaus entlassen. Wir empfehlen 10 bis 14 Tage nach dem Eingriff keine körperliche Belastung. Da mit dem Implantat ein Fremdkörper in Ihr Herz eingesetzt wurde und es erfahrungsgemäß einige Zeit dauert, bis das Implantat von Herzinnenhaut überzogen wird, empfehlen wir für die Dauer von 6 Monaten bei Bedarf eine sog. Endokarditisprophylaxe. Dies bedeutet, wenn spezielle Eingriffe wie beispielsweise ein Zahneingriff vorgenommen werden, dass Sie Ihr Herz mittels einer einmaligen Einnahme eines Antibiotikums vor einer Infektion durch Bakterien schützen.
Nach 6 Monaten empfehlen wir eine ambulante Verlaufskontrolle in unserer LAA-Spezialambulanz inkl. eines Schluckechos, um den Sitz und den Einwachsprozess zu überprüfen. Sollte hier alles wie gewünscht in Ordnung sein, so können die blutverdünnenden Medikamente abgesetzt werden.
Über den genauen Ablauf der Behandlung, die nötigen Voruntersuchungen und die Nachbehandlungsphase informieren wir Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.

Wer ist das LAA-Team der Klinik für Kardiologie?

Back To Top