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So finden Sie uns!

Das Westdeutsche Herz- und Gefäßzentrum Essen mit der Klinik für Kardiologie und Angiologie befindet sich auf dem Gelände des Universitätsklinikums Essen. Sollten Sie die Routenplanung selbst vornehmen wollen, dann schauen Sie unsere Wegbeschreibung oder benutzen Sie bitte folgende Postadresse:

Hufelandstr. 55 | 45122 Essen

Bleiben sie mit uns in Kontakt

Fax: +49 (201) 723 - 5480
Lageplan des Klinikums

Standort

Implantation eines Herzschrittmacher, Defibrillators oder Systems zur kardialen Resynchronisation

Wir bieten die Implantation und Nachsorge von:

  • Ein-/Zwei-/Drei-Kammer-Schrittmachern
  • Ein-/Zwei-/Drei-Kammer Defibrillatoren (ICD)
  • CRT- Systeme (kardiale Resynchronisationstherapie)
  • subkutanen Defibrillatoren
  • Revisionseingriffe von defekten Elektroden
  • Ereignisrekorder
  • Defibrillatorweste („Life vest“)

Terminvereinbarung

Mo. – Fr. von 8.00 – 16.00 Uhr
Tel.: +49 (201) 723 4850
Fax: +49 (201) 723 6737
E-Mail: herzkatheter(at)uk-essen.de
24h-Hotline: +49 (201) 723 83896
Spezialambulanz

Die Operationen werden in unseren hochmodern ausgestatteten Räumlichkeiten durchgeführt, um unseren Patienten die bestmögliche Versorgung auf höchstem Niveau bieten zu können. Die Implantationen finden täglich statt. Während des stationären Aufenthaltes und in der ambulanten Nachsorge werden unsere Patienten durch speziell für die Devicetherapie ausgebildete Kardiologen betreut. Vor und nach der OP erfolgt ein persönliches Gespräch mit dem Oberarzt, der den Eingriff vornimmt und alle Fragen zu dem Eingriff und der Nachsorge des implantierten Systems klärt.

Wie läuft die Implantation ab?

Ein kleiner, etwa drei bis fünf Zentimeter langer Schnitt wird nach lokaler Betäubung unterhalb des Schlüsselbeins durchgeführt. Die Elektroden werden durch eine Vene im Bereich der Schlüsselbeingrube bis in das Herz unter Röntgendurchleuchtung vorgeschoben und dort in die Herzinnenwand befestigt. Anschließend werden die Elektroden an den Herzschrittmacher oder Defibrillator angeschlossen und das Gerät unter die Haut oder gelegentlich unter den Brustmuskel geschoben und der Hautschnitt vernäht. Alle Eingriffe können auf Wunsch in Kardioanalgosedierung erfolgen. Dies ist die schonende Alternative zur Vollnarkose. Gemeinsam mit unserem für die Kardioanalgosedierung spezialisiertem Team erfolgt der Eingriff komplett schmerzlos.
Die meisten Patienten können bereits am selben Tag wieder aufstehen. Die ersten Tage nach der Implantation sollte die Schulter bzw. der Arm nicht zu stark bewegt und keine schweren Gegenstände gehoben werden, damit die operierte Stelle verheilen kann.
Nach dem Eingriff erhalten die Patienten einen Wiedervorstellungstermin in unserer Spezialambulanz für Herzschrittmacher- und Defibrillatortherapie. Die erste Kontrolle erfolgt i.d.R. nach 4-6 Wochen. Anschließend werden bei Defibrillator- und CRT-Trägern die Nachsorgeuntersuchungen alle 3 Monate und bei Herzschrittmacher- Patienten halbjährlich durchgeführt.

Wie läuft die Abfrage des implantierten Systems ab?

Die Abfrage des implantierten Herzschrittmacher- und Defibrillatorsystems ist eine Routineuntersuchung und dient der Überprüfung, ob das Gerät einwandfrei funktioniert. Die Nachsorgeuntersuchung ist komplett schmerzfrei und dauert im Schnitt 15 bis 20 Minuten Während der gesamten Untersuchung wird der Herzrhythmus anhand des EKGs beobachtet. Die Nachsorgeuntersuchungen finden bei stabilen Messwerten alle 6 Monate für die Herzschrittmacher – und alle 3 Monate für die Defibrillator und CRT-Patienten statt. Dabei werden nach Auflage einer Magnetspule auf das implantierte System Standardparameter aktiv gemessen (u.a. Impedanzen, Wahrnehmung und Reizschwelle), die Batterielaufzeit überprüft und der Speicher ausgelesen.
Unter Umständen wird das Gerät umprogrammiert, damit die Patienten genau die Therapie bekommen, die sie benötigen.

Welche allgemeinen Maßnahmen müssen Herzschrittmacher und Defibrillator Träger beachten?

Der Gerätepass sollte immer mit sich getragen werden und muss bei Sicherheitskontrollen (z.B. vor einer Flugreise) oder medizinischen Notfällen vorgelegt werden. Auch bei medizinischen Behandlungen wie z.B. beim Zahnarzt oder beim Physiotherapeuten sollte dieser vorgelegt werden. Elektroschweißgeräte und Fehlerströme durch nicht ordnungsgemäße Haushaltsgeräte müssen vermieden werden vor einer MRT-Untersuchung muss geklärt werden, ob das implantierte System MRT-fähig ist. Es liegt nach der Defibrillatorimplantation oder ICD-Schockabgabeabgabe ggf. eine Fahruntauglichkeit vor. Sprechen uns auf ihre individuelle Fahrtauglichkeit an.

Was ist der Unterschied zwischen einem Herzschrittmacher und einem Defibrillator?

Die Implantation eines Herzschrittmachers ist bei langsamen (bradykarden) Herz-rhythmusstörungen erforderlich. Die Stimulationsimpulse des Schrittmachers lösen Herzschläge aus. Ein Herzschrittmacher besteht ebenso wie ein Defibrillatorsystem aus einem Aggregat in dem sich die Batterie und Elektronik befindet, sowie Elektro-den, die in der Herzmuskulatur eingeschraubt sind. Je nach zugrunde liegender Herzrhythmusstörung wird ein Schrittmacher mit einer, zwei und bei begleitender Herzschwäche gelegentlich auch mit drei Elektroden implantiert. Bei schnellen (tachykarden), lebensbedrohlichen Kammerrhythmusstörungen ist dagegen die Implantation eines internen Kardioverter-Defibrillator (ICD) erforderlich. Dieser kann durch Schockabgaben Kammerrhythmusstörungen beenden und so den plötzlichen Herztod verhindern. Defibrillatoren sind auch immer Herzschrittmacher.

Was ist eine kardiale Resynchronisation (CRT)?

Bei ausgeprägter Herzschwäche besteht häufig eine „Schaukelbewegung“ (Asynchronie) des Herzmuskels, die zu einer weiteren Verschlechterung der Pumpfunktion des Herzens als auch der Leistungsfähigkeit des Patienten führen kann. Die kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) ist eine Stimulationstherapie zur Behandlung der Herzschwäche. Durch Implantation eines Herzschrittmachers oder Defibrillators mit drei Elektroden kann über die Programmierung des Systems die Asynchronie beseitigt werden, so dass die Herzkammern wieder gleichmäßig schlagen, wodurch eine Verbesserung der Herzleistung mit Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit erreicht werden kann.

Was ist ein Ereignisrekorder?

Der Ereignisrekorder ist ein implantiertes EKG Gerät und kommt bei Patienten mit ungeklärten Ohnmachtsanfällen (Synkopen) oder bei Verdacht von Herzrhythmusstörungen zum Einsatz. Die Implantation erfolgt in örtlicher Betäubung direkt unter die Haut. Hiermit ist die Überwachung des Herzrhythmus bis zu drei Jahre lang 24 Stunden täglich möglich.

Leitung Device Therapie

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